Gerätedaten vom Hersteller bis zum Betreiber

Ein praktisches Beispiel für eine durchgängige Datenbasis im industriellen Ökosystem zeigt der Use Case Product Change Notification (PCN) auf Basis der Verwaltungsschale AAS (englisch für: Asset Administration Shell).

Weltweit einheitliche Datenbasis

Hinter AAS verbirgt sich ein Konsortium deutscher Industrieunternehmen mit dem Ziel, ein einheitliches Datenformat zu schaffen: „Wir sehen bei unseren Kunden und Partnern den Trend, dass vieles Richtung Cloud geht, zum Beispiel die SPS-Programmierung, ERP-Systeme oder auch die Arbeit mit Eplan“, erläutert Dr. Marco Litto, Senior Vice President Strategy & Corporate Program bei Eplan.

 

„Sie erwarten daher, dass es auch in der Cloud Schnittstellen gibt, um systemübergreifend kollaborieren zu können. Hier sehen wir viel Potenzial für die Verwendung der Verwaltungsschale.“ 

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Das ist die Asset Administration Shell

  • Die AAS ist ein digitaler Container für Daten, der über den gesamten Lebenszyklus die Kommunikation und Identifikation eines Gerätes gewährleistet, zum Beispiel im Digitalen Zwilling eines Schaltschrankes.
  • In dieser Verwaltungsschale stellen zum Beispiel Komponentenhersteller ihre Gerätedaten bereit. Durch die Verwendung des Bauteils im Engineering werden sie damit direkter Bestandteil des Projektes.
  • Diese Daten stehen auch dem Anlagenbetreiber zur Verfügung, um etwa im Wartungsfall darauf zuzugreifen.
  • Die Verwaltungsschale begleitet ein Produkt somit über den gesamten Lebenszyklus auf einer weltweit einheitlichen Datenbasis.
asset administration shell

Nahtlose Vernetzung

Die PCN zeigt auf, wie ein Komponentenhersteller erreichen kann, dass Betreiber über Veränderungen ihrer Geräte, zum Beispiel ein Update ihrer Firmensoftware, informiert wird:

  • Auf Basis von AAS können diese Informationen durchgängig verfügbar gemacht werden.
  • Erfolgt eine Änderung an einer Komponente, erhält der Ingenieur automatisch eine Benachrichtigung über die Eplan Cloud.
  • Nun kann er selbst entscheiden, ob er zum Beispiel ein Update der Firmenware für die Komponente vornehmen möchte.
  • Daraufhin erhält er automatisch eine Auflistung, in welchen Projektlisten dieser Artikel vorkommt, welche Version verbaut ist und ob er den Betreiber über die Änderung informieren muss. Bisher wurde dies über unzählige E-Mails geregelt – ein Weg, über den wichtige Informationen verloren gingen.
  • Use Cases wie PCN ebnen den Weg für eine durchgängige Datenbasis, die bis hin zu automatisierten Prozessen und die konsequente Nutzung von KI-Lösungen führen.
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