20.08.2026

KraftPowercon

Mehr und größere Vorteile als erwartet

kraftpowercon employees

Mit Eplan hat KraftPowercon die Qualität verbessert und gleichzeitig die Konstruktionszeiten verkürzt

Mithilfe der Eplan-Software zur automatischen Projektgenerierung – vielen als „eBuild“ bekannt – hat KraftPowercon seinen gesamten Konstruktionsprozess innerhalb von nur wenigen Jahren erheblich optimiert. Das Unternehmen setzt die Lösung bei Projekten für bestimmte Kunden ein, obwohl die Produkte oft sehr spezifisch und maßgeschneidert sind. Die Konstrukteure Magnus Persson und Simon Widh stellen fest, dass das Tool ihnen mehr und größere Vorteile gebracht hat, als sie erwartet hatten.

„Wir können nicht nur sicherstellen, dass die Lösungen unabhängig vom Konstrukteur einheitlich sind, sondern auch viele Projektparameter in einer Schaltung vordefinieren, und diese Änderungen werden dann automatisch auf alle Schaltungen und alle Blätter angewendet. Außerdem ist es uns gelungen, einen nahtlosen internen Arbeitsablauf zu schaffen, indem wir einen Fragebogen nutzen, der uns alle erforderlichen Informationen vom Kunden liefert – dessen Ergebnisse geben wir dann einfach in eBuild ein“, sagt Simon Widh.

Führendes Unternehmen im Bereich Stromumwandlung und unterbrechungsfreie Stromversorgung

KraftPowercon ist ein schwedisch-indisches Unternehmen, das innovative und zuverlässige Lösungen zur Stromumwandlung für eine Vielzahl von Branchen anbietet. Das Unternehmen ging aus dem Batteriehersteller Tudor hervor und verfügt derzeit über Produktionsstätten in Schweden, Indien und Shanghai sowie über Vertriebsniederlassungen weltweit. In Schweden konzentriert sich die Geschäftstätigkeit auf Motorantriebe für die unterbrechungsfreie Stromversorgung, und am Standort Växjö werden sowohl die Entwicklung als auch die Produktion für mehrere Großkunden abgewickelt.

Im Jahr 2016 unternahm KraftPowercon den ersten Schritt zur Optimierung des Konstruktionsprozesses, indem das Unternehmen begann, mit der Software von Eplan zu arbeiten.

„Früher haben wir Schaltpläne, Layouts und Stücklisten separat verwaltet – was mit viel manuellem Aufwand verbunden war –, heute verfügen wir über ein einheitliches System, in dem alle Komponenten Teil desselben Projekts sind. Schon in dieser frühen Phase konnten wir Verbesserungen sowohl bei der Qualität als auch bei der Effizienz feststellen, obwohl wir die Lösung von Eplan in erster Linie als Zeichnungswerkzeug nutzten“, erklärt Simon Widh.

Automatische Konfiguration

Mit der Einführung von eBuild im Jahr 2024 hat KraftPowercon einen wichtigen Schritt in Richtung einer modulareren und strukturierteren Arbeitsweise unternommen, indem das Unternehmen einen Konfigurator entwickelt hat, der automatisch die gesamte für die Konstruktion erforderliche Dokumentation erstellt, beispielsweise Schaltpläne, Verkabelungsberichte und sogar Layoutpläne.

Diese neue Arbeitsweise beschleunigt nicht nur den Konstruktionsprozess, sondern gewährleistet auch, dass die Lösungen unabhängig vom jeweiligen Konstrukteur einheitlich sind, und vermeidet die Risiken, die mit der Orientierung an alten Projekten verbunden sind.

„Wenn ein Kunde ein Produkt bestellte, das einer früheren Bestellung ähnelte, war es gängige Praxis, das alte Projekt zu kopieren und als Ausgangspunkt zu verwenden. Dabei besteht jedoch immer das Risiko, dass dem Konstrukteur kleine Änderungen entgehen“, sagt Simon Widh.

Seit die Entwickler bei KraftPowercon eBuild nutzen, legen sie immer ein neues Projekt an, weil es so schnell geht. 

„Wir sind eng in die Produkte unserer Kunden eingebunden und müssen deren Anforderungen verstehen. Deshalb entwickeln wir maßgeschneiderte Lösungen“, sagt Simon. Außerdem erweitert er die Funktionalität kontinuierlich: „Wir arbeiten ständig daran, durch die Einführung neuer Parameter weitere manuelle Schritte zu beseitigen. Wir versuchen, den manuellen Aufwand so weit wie möglich zu reduzieren, damit er möglichst nahe bei Null liegt.“

Höhere Qualität und erhebliche Zeitersparnis sind die wichtigsten Vorteile

Für Simon und Magnus ist der wichtigste Vorteil die verbesserte Qualität, vor allem weil die Projekte nun unabhängig vom Konstrukteur einheitlich ausfallen, da jeder den Konfigurator nutzt. Eine weitere Qualitätsverbesserung besteht darin, dass die Anzahl der Änderungen zurückgegangen ist.

„Früher konnten sich Änderungen erst relativ spät im Projektverlauf als erforderlich erweisen. Dank des neuen Arbeitsablaufs können wir Änderungen und Rückmeldungen viel früher erkennen. Mit der Lösung von Eplan können wir diese dann in die Standardschaltungen des Produkts integrieren“, erklärt Simon.

Was die Zeitersparnis angeht, schätzt Magnus Persson, dass sich die Konstruktionszeit halbiert hat.

„Durch die Zeitersparnis wird unser Arbeitsalltag etwas entspannter, sodass wir uns auf langfristige Verbesserungsmaßnahmen konzentrieren können.“ 

Simon und Magnus waren zudem von der einfachen Bedienung der automatischen Projektgenerierung überrascht, denn sie konnten schnell loslegen. „Ich dachte, es würde eine ziemlich steile Lernkurve geben, bevor wir von dem Tool profitieren könnten, aber es ging überraschend schnell, den Dreh rauszubekommen“, sagt Simon.

Nächste Schritte: Umstellung auf 3D und Integration in Produktion

Der nächste Entwicklungsschritt, den KraftPowercon in Betracht zieht, ist die Umstellung auf eine 3D-Konfiguration, die entscheidend dazu beiträgt, sicherzustellen, dass alle Schaltkreise und Komponenten zusammenpassen.

Außerdem wollen sie während der Produktionsphase einen größeren Nutzen aus der automatischen Projektgenerierung ziehen.

„Wenn wir mehr vorgebohrte Bleche und vorgedruckte Etiketten herstellen können, müssen die Mitarbeiter nicht mehr dasitzen und abmessen und bohren – sie können die Teile dann einfach nur noch festschrauben“, fasst Magnus zusammen.