07.07.2026

KlöMö

Durchgängige Automatisierung und Digitalisierung – ein Wunschtraum für Anlagenbauer.

KlöMö cabeling

KlöMö: Automatisch profitieren bei jedem Schaltschrank

Durchgängige Automatisierung und Digitalisierung – ein Wunschtraum für Anlagenbauer. Doch wie? Bei KlöMö Energie- und Automatisierungstechnik geht man unkonventio­nelle Wege – mit Erfolg! Die Partner: Eplan, Rittal und Rittal Automation Systems.

Ein Blick auf die ersten Prozess­schritte der Fertigung bei KlöMö in Regensburg reicht aus, um festzustel­len, dass hier strukturiert gearbeitet wird – und richtig investiert: Drei neue Anlagen übernehmen die automatisierte Blechbe­arbeitung der Schaltschränke sowie das Stanzen und Biegen von Kupferschienen.

Nicht zu sehen ist der Datenfluss in den Anlagen: Die mechanische Bearbei­tung erfolgt durchgängig auf Basis des „digitalen Zwillings“. Die Automatisierung zieht sich durch die gesamte Fertigung. Nur bei der Digitalisierung auf Planungs­ebene sind noch Aufgaben offen. 

Die Mitarbeiter von KlöMö arbeiten effektiver
Zunehmende Datendurchgängigkeit mit Eplan sowie digital verbundene Maschinen – darunter das Rittal Milling Terminal Perforex – lassen die Beschäftigten von KlöMö besser, schneller und effizienter arbeiten.

Ein Schritt nach dem anderen

Warum hat sich Magnus Berzl, seit über zwei Jahren Geschäftsführer von KlöMö, für diese Reihenfolge entschieden – wa­rum nicht etwa bei der Elektroplanung anfangen und die Konstruktionsprozesse von dort aus optimieren? Die Antwort: „Das haben wir uns gut überlegt. Als eher kleines, aber sehr leistungsfähiges Un­ternehmen müssen wir einen Schritt nach dem anderen tun. Mit der mechanischen Bearbeitung haben wir angefangen, weil wir hier zwar eine hohe Investition tätigen mussten – dafür aber ab sofort und bei jedem einzelnen Schaltschrank von den Vorteilen hinsichtlich Kosten, Zeit und Qualität profitieren.“

In diesem Rahmen entschied sich KlöMö für die drei neuen Maschinen von Rittal Automation Systems, sagt Berzl: „Wir nutzen Schaltschränke von Rittal und planen und konstruieren immer mehr Projekte mit Eplan. Da lassen sich die Automatisierungslösungen von Rittal Automation Systems da­tentechnisch am besten integrieren“. 

„Wir haben mit der mechanischen Be­arbeitung angefan­gen, weil wir dort sofort profitieren.“ Magnus Berzl, KlöMö

Magnus Berzl von KlöMö
Magnus Berzl: „Ein echter Sprung bei Präzision und Qualität.“

Energie und Automatisierung

Zur DNA von KlöMö gehört sowohl die klassische Automatisierung im Bereich Verfahrenstechnik als auch die Energie­verteilung: Für Anlagen über 1.600 Am­pere plant und fertigt das Unternehmen baumustergeprüfte Serienanlagen – auf der Basis von Eaton-Komponenten. Das erklärt sich aus der Firmengeschichte: „Ursprünglich waren wir ein Teil von Klöckner Moeller und der Moeller Grup­pe, die später von Eaton übernommen wurde. Wir sind weiter eng mit Eaton ver­bunden – als Eaton Premium Partner. Davon gibt es in Deutschland aktuell nur zwei, weltweit knapp zwanzig.“

Mit Engagement und einem klaren Plan geht man bei KlöMö nun daran, den Unternehmenserfolg weiter zu steigern. Dazu gehören das Gewinnen neuer Kun­den und der Ausbau der bisherigen Stär­ken von KlöMo: „Wir planen und bauen sehr komplexe Anlagen für anspruchsvol­le internationale Maschinen- und Anlagen­bauer. Dabei setzen wir auf Know-how, engagierte Mitarbeiter und moderne Pro­zesse – das ist unser Erfolgsrezept“, so der Geschäftsführer.

Digitalisierung der Planung

Auf dem Weg zu noch mehr Automatisie­rung und Digitalisierung steht die stärke­re Nutzung der Eplan Plattform für die Elektrokonstruktion im Fokus: „Wir entwi­ckeln einen auf Eplan basierenden Klö­Mö-Standard für die Schaltschrank-planung“, erklärt Magnus Berzl. Das Ziel: „Wir erstellen unsere Schaltpläne mit Eplan Electric P8 – teilweise schon jetzt. Die Daten werden dann in Eplan Pro Pa­nel – also als dreidimensionale Schalt­schrankkonstruktion – weiterverarbeitet. Jetzt schon werden einzelne Eaton-Anla­gen mit Eplan konstruiert, zukünftig ver­mehrt. Dabei nutzen wir die Datendurch­gängigkeit und das Eplan Data Portal.“ 

KlöMö machine
Magnus Berzl: “In 2026, we’re taking further major steps towards end-to-end data use and automation – in collaboration with Eplan, Rittal and Rittal Automation Systems.”

Durchgängiger Datenfluss

Ist der 3D-Schaltschrankaufbau in Eplan Pro Panel erfolgt, werden die Fertigungs­daten direkt in die Maschinen eingelesen. Da die neuen Anlagen in der Blech- und Kupferbearbeitung die gut gepflegten Datensätze der Rittal-Schränke nutzen, können sie noch effizienter produzieren.

Wo steht KlöMö aktuell in diesem Pro­zess? Magnus Berzl: „Wir haben zum Beispiel unsere Eplan-Lizenzen auf das neue Subscription-Modell umgestellt, um Kosten zu sparen und flexibler zu sein. Damit erhalten wir auch kostenlose Services und Tools wie ePocket und Project Viewer, die wir so erproben können. Bei der schrittweisen Umstellung werden wir von Eplan selbst gut unterstützt, arbeiten aber auch mit einem externen Berater zusammen – vor allem deshalb, weil der Blick von außen immer gut ist.“

Zudem bearbeitet KlöMö immer mehr Projekte mit der Eplan Plattform. Bis es die angestrebten 80 bis 90 Prozent sind, bleibt aber noch einiges zu tun. Hier ist auch Eaton involviert: Immer mehr Eaton- Komponenten sind im Eplan Data Portal hinterlegt. Das erleichtert aus Sicht von KlöMö die Planung ganz wesentlich. 

KlöMö 3D Layout
Ist der 3D-Schaltschrankaufbau in Eplan Pro Panel erfolgt, werden die Fertigungsdaten direkt in die Maschinen eingelesen.

Die Beschäftigten? Gehen mit!

Gut anderthalb Jahre dauert der Transfor­mationsprozess nun. Wie zufrieden ist Magnus Berzl mit dem bisherigen Weg? „Mit Blick auf die Ressourcen Zeit und Investition ist so ein Prozess keine Kleinig­keit. Aber wir sehen die Effizienzgewinne und haben unsere Meilensteine in der richtigen Zeit erreicht.“ Laut Berzl sehen das auch die Beschäftigten so: „Die Um­stellung ist eine Herausforderung, aber alle sind engagiert und sehen die Vorteile der detaillierteren Planung mit Eplan.“

Bereits jetzt sind durch die neuen Auto­matisierungslösungen verschiedene Ef­fizienzgewinne in der Fertigung sichtbar. Doch geht es laut Berzl nicht nur um Zeit und Kosten: „Sowohl bei der Bearbeitung der Schränke als auch der Kupferteile sind Präzision und Bearbeitungsqualität schon jetzt deutlich besser.“ Das stellt laut Berzl einen echten Qualitätssprung dar: „So entspricht es den hohen Anfor­derungen, die wir an uns und unsere Produkte stellen – und das überzeugt auch die Kunden.“ 

Ziel: Weiterentwicklung

Hier – bei den Kunden – wird sich KlöMö ebenfalls weiterentwickeln, das ist Teil der Strategie. Magnus Berzl: „Wir sind breit aufgestellt, bedienen mit der Automatisie­rung und der Energieverteilung zwei unter­schiedliche Aufgabenfelder und arbeiten für große und sehr anspruchsvolle Kunden. 2026 werden wir weitere große Schritte in Richtung durchgängiger Datennutzung und umfassender Automatisierung ma­chen – gemeinsam mit Eplan, Rittal und Rittal Automation Systems.“ 

. Magnus Berzl, Geschäftsführer von KlöMö, Nina Grabowski, Eplan, und Alexander Krapf, Rittal
Blicken auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurück: v.l.n.r. Magnus Berzl, Geschäftsführer von KlöMö, Nina Grabowski, Eplan, und Alexander Krapf, Rittal.

Autor: Gerald Scheffels, freier Fachjournalist, Wuppertal