Gestatten: Eplan Copilot
Die Kachel im Dashboard ist neu: „Eplan Copilot“ steht da nun. Sie prangt ganz oben – das allerdings ist auch schon das einzige Zugeständnis an den Status als neues Highlight in der Eplan Software. Das gewohnt funktionale Erscheinungsbild könnte fast hinwegtäuschen über die Möglichkeiten, die sich dahinter verbergen. Denn der Zweck des neuen, KI-basierten “Assistenten” ist kein geringerer als die Vereinfachung und Beschleunigung im Engineering. Zumindest damit fügt er sich nahtlos ein in die Reihe der Lösungen aus dem Eplan Portfolio.
Eplan Copilot: leichteres und schnelleres Engineering
Erreichen soll das der Eplan Copilot, indem er Anwendern so genannte repetitive Tätigkeiten abnimmt. Abläufe also, die sich wiederholen und dabei stets gleich vonstattengehen. Um User dabei tatsächlich und nachhaltig von Nutzen zu sein und gleichzeitig den Weg für Weiterentwicklungen zu ebnen, musste gründlich evaluiert werden, wie KI in der Eplan Welt eingesetzt werden kann.
„Anstatt uns vom Hype mitreißen zu lassen, haben wir uns die Zeit genommen, ein starkes Fundament zu schaffen,“ sagt Eplan CEO Sebastian Seitz zur Herangehensweise – und spielt damit auf die Abweichung an zwischen “einfachen” KI-Lösungen und entsprechenden Konzepten im Engineering: In vielen Bereichen des täglichen Lebens ist Künstliche Intelligenz schon verankert, das „Frage-Antwort-Spiel“ mit Large Language Models wie Chat GPT und Co. längst zur Gewohnheit geworden. Für eine KI-Lösung im Engineering allerdings konnte Eplan sich ein “Trial-and-Error" nicht vorstellen. Ergebnisse, die auf Künstlicher Intelligenz beruhen, sind stets Ausdruck von Wahrscheinlichkeiten. Engineering ist indes eine präzise Disziplin, die hundertprozentig korrekte Antworten fordert.
Entsprechend ganzheitlich packte Eplan die Idee an – ließ sich leiten von der Vorstellung eines dauerhaften und gleichsam sicheren Betriebs einer KI-Lösung, die auf Basis einer durchdachten Architektur funktioniert. Themen wie die Integration in die Cloud, Wissensmanagement, Desktop Environment Integration oder Partner Integrationen – all das nahm Einfluss auf die Gestaltung eben jener Architektur. Und all das sollte von Anfang an richtig sitzen.
Eplan Copilot: Innovation mit Substanz
„Innovation mit Substanz“ heißt das bei Eplan. Dazu gehört, sich bewusst zu machen, vor welchen Herausforderungen Elektrokonstrukteure stehen. Wie steigende Komplexität. Wie wachsende Systeme. Wie stärkere Vernetzung. Wie größere Informationsflut. Die Eplan Antwort darauf lautet: relevantes Wissen, das im passenden Moment einfach abrufbar ist.
Entsprechend hat Eplan seinen Copilot konzipiert. Als neue Möglichkeit, mit der Engineering-Software sinnvoll zu interagieren, nämlich: Der Copilot ermöglicht es Anwendern, ihre Aufgaben in natürlicher Sprache zu formulieren. Nicht in Menüpfaden, nicht in Funktionsnamen, sondern unmittelbar im Arbeitskontext. Das soll komplexe Aufgaben leichter beherrschbar, Projekte schneller und gleichzeitig besser machen; hochqualitative Daten werden eher bereitgestellt. Die “Time-to-Value" kann so verkürzt werden.
Voraussetzung ist, dass die Antworten stimmen – die KI also nicht “halluziniert”. Das gelingt dem Eplan Copilot, indem er ausschließlich auf gesichertes Wissen zugreift. Mit solchem relevanten und geprüften Wissen wurde die Eplan KI “gefüttert”, damit sie Fragen der Anwender sachgerecht beantworten kann. Die Architektur erlaubt zudem, dass Kunden eigenes Wissen oder das von Dritten hinzufügen können. Damit der Eplan Copilot Aufgaben übernehmen kann, muss er so genannte Skills entwickeln. Eine Grundausstattung solcher Fähigkeiten hat Eplan eingebaut.
Eplan Copilot: mit Sicherheit ausgestattet
Der Sicherheit von Daten wird dabei besonderes Augenmerk geschenkt – auch in diesem Aspekt weicht der Copilot nicht von anderen Eplan Lösungen ab. Dabei wird nun nicht nur der Übertragungsweg aus der lokalen Umgebung von Kunden zur KI verschlüsselt. Auch die Cloud selbst entspricht höchsten Sicherheitskriterien und wird durch Zertifizierungen wie etwa ISO27001, TISAX, SOC-2 oder MLPS 2.0 nachgewiesen. Potenziellen zusätzlichen Risiken begegnet Eplan also mit seiner bewährt professionell betriebenen Infrastruktur.
Eplan Copilot: eine Cloud-basierte Lösung
All das kommt nun in der Eplan KI zusammen. „Der Eplan Copilot ist unser Konzept für den Einsatz von KI in einer Engineering-Lösung“, bringt Marcus Reitz es auf den Punkt. Der Eplan Head of Technical Prototyping war von Beginn an bei der Entwicklung dabei. „Der Eplan Copilot ist speziell für die Eplan Welt gemacht“, erklärt Reitz. „Er kann etwa Schaltpläne durchsuchen, mit dem Eplan Data Portal arbeiten und Support Tickets vorbereiten“, konkretisiert er. „Dabei entscheidet die KI im Eplan Copilot, ob Informationen gesucht, Funktionen ausgeführt oder beides kombiniert werden muss.“
Dass der Assistent als Cloud-Service greifbar ist – genau darin sieht Reitz den besonderen Vorteil. „Wir haben uns für eine Integration entschieden, die die KI nicht nur lokal im Engineering-Tool anbietet, sondern zentral und global verfügbar macht. Dadurch können wir Funktionen schneller ausrollen, ohne neue Installationen beim Kunden. Zudem haben wir ein großes Service-Ökosystem: das Eplan Data Portal, ePocket und sonstige Cloud-Services. Der Copilot kann all das schrittweise nutzen und wird künftig überall in der Eplan Welt sichtbar sein.“
Eplan Copilot: Es wird weiterentwickelt
„Der Eplan Copilot ist weniger ein eigenständiges Produkt als ein zentraler Baustein unserer Plattformstrategie, die Eplan moderner und vollständiger macht“, sagt auch Sven Müller, Vice President Infrastructure Solutions, dessen Aufgabe es neben der Integration etwa ist, die technische Qualität sicherzustellen. Außerdem begleitet er die Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz. „Besonders spannend finde ich die Idee, dass der Copilot künftig aktiv Aktionen in Eplan Electric P8 ausführen kann – also nicht nur Wissen liefert, sondern echte Arbeitsschritte übernimmt und Ergebnisse intelligent zusammenfasst. Ebenso reizvoll ist die Komponentenauswahl, etwa für passende Rittal Kühlgeräte, weil hier Engineering-Logik und Partnerdaten zusammenfließen“, begeistert sich Müller. „Beide Ansätze zeigen, wie der Copilot langfristig zu einem echten Arbeitsassistenten werden kann – und einen großen Mehrwert bietet.“
Eplan Copilot: Der Anfang ist gemacht
Derzeit ist das noch Zukunftsmusik. Jedoch: Der Anfang von KI im Engineering bei Eplan ist gemacht. Und die Entwicklung wird nun zügig voranschreiten, davon sind die Verantwortlichen überzeugt. Durch ständige Erweiterung der Wissensbasis sowie den fortlaufenden Zuwachs an Skills wird der Eplan Copilot immer stärker unterstützen können. Vom Copilot zum Piloten, vom automatisierten zum autonomen Engineering: Das ist die Eplan Vision.
Immer up to date
Seit 2019 beschäftigt sich Eplan mit Machine Learning – der Grundlage von KI. Mit Aufkommen der ersten großen Sprachmodelle Anfang 2023 nahmen wir uns dem Thema auf Forschungsebene an. Das Konzept für den Copilot wurde ab 2024 entwickelt und mit Kunden validiert. Im vergangenen Jahr startete dann die Produktentwicklung. Nun steht das Release der ersten Ausbaustufe zur Verfügung. Sie möchten wissen, welche Themen wir sonst noch vorantreiben? Dann schauen Sie doch mal auf unserer Website vorbei – dort stellen wir Ihnen unsere Innovationen gebündelt vor.